TanzRäume – Aufführung der City-Ballettschule Offenburg

9. und 10. 11. 2013 - Reithalle Offenburg

Ina Cordes eröffnet „Tanz-Räume“

Zeit zum Staunen und Träumen

 Von Rosa Harmuth (Offenburger Tageblatt)

Der gekürzte Artikel erschien am 11.11.2013 unter der Überschrift:

Ein Bravo den Tänzerinnen

Offenburg (rh).  Am Wochenende gab die City-Ballettschule unter Leitung von Ina Cordes zwei phantastische Tanzaufführungen in der Reithalle. Bereits zur Premiere am Samstag kamen mehr als 400 Gäste, um in die märchenhafte Welt des „Hänschen im Blaubeerwald“ einzutauchen. Das getanzte Märchen stand ganz im Zeichen klassischer Elemente. Den zweiten Teil der Darbietung bestimmte die selbstbewusste Körperbeherrschung moderner Tanzstile: Nina Lanner, Lars Mager, Andy Lemond, Susi Dangl und Marion Riehle präsentierten ihre eigenen Choreografien in  Jazz, Hip-Hop und Modern Dance.  Schon nach den ersten Szenen schallten begeisterte Zurufe durch den Saal.  

 Das ausgereifte Bühnenbild zum Märchen war in jeder Hinsicht ein Augenschmaus. Peter Magers Fotografie erfüllte die anspruchsvollen Vorgaben des Bilderbuchklassikers von Elsa Beskow. Vor urwüchsigen Baumstämmen in Mammutbaumgröße konnten sich selbst Erwachsene als Kinder fühlen. Üppig wachsende Moose und Farne überragten die Jüngsten und verliehen ihrem entzückenden Auftritt zwergenhafte Ausstrahlung.

Rund 100 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 13 Jahren bewiesen Taktgefühl bis in die Finger- und Zehenspitzen im Tanz um den Blaubeerenkönig, Margit Ellinger.

In kurzen Solopassagen eroberten sich junge Bewegungskünstler erstmalig eigene Tanzräume bei  höchstem Zuschauerinteresse und stürmischem Applaus. Flink und elegant zeigte Waldelfe Luisa Burg insektengleiche Ausdruckskraft. Selbstsicher übernahmen Elisabeth Poser (am Samstag) und Merle Scheffer (Sonntag) erstmalig eine Hauptrolle als Hänschen, bewegten sich  furchtlos in Spinnwebschaukel und Nussschalenboot.  Auch die anmutige Preiselbeermutter Sarah Winkler und der zarte Blaubeerjunge Ann-Sophie Leitermann wagten beherzt ihren ersten Soloauftritt. Standhafte Fliegenpilze, flirrend grüne Schmetterlinge mit Glitzerflügeln und flink huschende Eichhörnchen belebten mit bestechender Lieblichkeit die Tiefenwirkung der Bühne. Fidele Wanderburschen streiften zielstrebig durch Preisel- und Blaubeeren, bevor sie sich vergnügt zum Picknick niederließen. Währenddessen interpretierten drei Tanzgruppen italienische, russische und spanische Folklore. Schellentamburine, bunte Bänder und gekonnt geschnürte Mieder prägten ihren lebhaften Auftritt. Dem Zauber farbenfroher  Kostüme und Requisiten konnte sich niemand entziehen. Obwohl Ina Cordes und ihre Kolleg/inn/en offensichtlich nichts dem Zufall überließen, wirkten die fein aufeinander abgestimmten Wechsel und fließenden Übergänge leicht und spielerisch. Und in der Moderation mit Lars Mager bestätigte die kleine Nika Herp diesen Eindruck: „Wenn´s Spaß macht, ist es eigentlich keine Arbeit!“

 

Meisterhafte Bühnenbeleuchtung

Klare Strukturen, pfiffige Formationen, überraschende Lichteffekte und äußerst abwechslungsreiche Musik  sorgten auch nach der Pause für Spannung. Unnachahmlich setzten sich Karin Forkert, Christa Becker, Claudia Pampuch und Karin Reinhard zu „Pina-Soundtrack-All names“  in Szene. Die Urgesteine des City-Balletts präsentierten sich als perfekt funktionierende Gruppe. Eindringlich gestikulierend tanzten  sie in Geschäftskleidung und Stöckelschuhen (!) einen hektischen  Büroalltag: Strenger Zeittakt, ernste Minen, zickiges Gehabe, Abhängigkeit, aufgesetztes Lächeln und Kriecherei. Die Konkurrentinnen verbogen sich in alle Richtungen, verfremdeten  Tische und Stühle zu ausdrucksvollen Stilmitteln und strapazierfähigen Turngeräten. Es ging buchstäblich drunter und drüber, ehe das „Standbild des Entsetzens“ in einem jämmerlichen Schrei gipfelte.   „Parts of the Lesson“ in der Bearbeitung von Marion Riehle ließ weiße Figuren vor eisblauem Hintergrund scheinbar erstarren. Zeitlupenförmige Bewegungsabläufe hüllten sich in strahlendes Gelb, bevor sie im Lichtermeer schwungvoll endeten.

  Die leidenschaftliche Darbietung der Gastgruppe aus Zell am Harmersbach (Good Time / Let the sun shine) bestach mit fetzigem Jazz in Schwarz-Weiß. Erfrischend übermütig und sprudelnd wirkten die Formationen von Andy Lemond. Sie inszenierten Tanz als Ausdruck von Stimmung und Lebensgefühl  junger Menschen ebenso originell wie die Gruppe um Lars Mager (Sohn des Ehepaars Cordes-Mager). Zusammen mit Nina Lanner entwarf Lars die HipHop-Choreografie für 26 Akteure. Das war kraftvolle Muskelarbeit mit Ästhetik und Leidenschaft, sprühendem Temperament und sympathischer  Lässigkeit.

 

Ina Cordes äußerte sich nach der zweistündigen Aufführung sehr zufrieden über den Erfolg und dankbar für jede Art der Unterstützung: „Mit jedem meiner Mitarbeiter habe ich das große Los gezogen!“ sagte sie anerkennend. Auch die sechsjährige Nika Shabaz, die im Schauspiel ihr Debüt als Fliegenpilz gegeben hatte, machte sich freudig auf den Heimweg: „Die ganze Familie hat mir zugeschaut - und nachher schlafe ich beim Tanzen ein.“

 

 

Hier einige Fotos:

Weitere Fotos können nachbestellt werden. Genaue Informationen erhalten Sie in der Ballettschule.!

Fotos: Stefan Winkler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier die Rezension der Badischen Zeitung vom 13.11.2013:

Viel Applaus für die Tänzerinnen und Tänzer der TanzRäume

 Von Ute Winkler

Am Wochenende begeisterten die Tänzerinnen und Tänzer der City-Ballett-Schule ihr Publikum mit zwei Vorstellungen in der Reithalle Offenburg. Vom klassischen Ballett über Jazz und Hip Hop bis zu Modern Dance erlebten die Zuschauer ein vielfältiges Programm.  

Der Nachwuchs der Ballettschule entführte sein Publikum in den Blaubeerwald. Frei nach dem bekannten Klassiker „Hänschen im Blaubeerenwald“ von Elsa Beskow stellte Ina Cordes Musik und Choreographien zusammen. Die engagierte Leiterin der Ballettschule übte mit ihren Schützlingen seit vier Monaten für den Auftritt. Nika Herp und Annika Weygold tanzten nicht nur als Blaubeeren und flinke Eichhörnchen, sondern erzählten mutig mit Lars Mager den Zuschauern vom Märchen und beteuerte, dass die unzähligen Proben „nicht so schlimm waren, sondern Spaß gemacht hätten“. Bis auf den Blaubeerkönig, Margit Ellinger, tanzten an beiden Abenden über 100 Kinder und Jugendliche. Erst im letzten Akt kamen noch 15 Erwachsene hinzu. Viele junge Solisten standen vor vier Jahren bei der Zauberflöte als Vögelchen oder Glöckchen auf der Bühne.   Mutig spielten Elisabeth Poser (Samstag) und Merle Scheffer (Sonntag) das Hänschen. Als Mutter überzeugten Sarah Winkler (Samstag) und Ann-Sophie Leitermann (Sonntag). Schmetterlinge flatterten flink zwischen den Blaubeeren über die Bühne. Der kecke Auftritt der Wanderer und die tanzenden Fliegenpilze zogen die Zuschauer in ihren Bann. Luisa Burg (Samstag) schwebte als Waldelfe auf Spitze über die Bühne. Nicht nur das Publikum verfolgte jeden ihrer Schritte. Hinter dem Vorhang standen Tänzerinnen, die gerade mit Spitze angefangen hatten, und davon träumen, auch einmal so zu tanzen. In der Sonntagsvorstellung überzeugte Lisa Sahin als grazile Waldelfe.Das liebevoll gestaltete Bühnenbild und die aufwendigen Kostüme rundeten das getanzte Märchen ab, welches mit einem Fest verschiedener Folkloretänze seinen Höhepunkt fand. Bis zum Ende zeigte sich, wie Margit Ellinger in ihre Rolle als sorgender Blaubeerkönig verschmolz. Sie zauberte Hänschen am Anfang des Märchens klein und ließ mit ihrem Zauberstab den Wald und seine Bewohner vor dem Publikum sich verbeugen.  Stolz genossen alle Tänzerinnen ihren Applaus.

Im zweiten Teil wurde es traditionell mit Jazz, Hip Hop und Modern Dance moderner. Susi Dangl (Jazz), Marion Riehle (Modern), Andy Lemond (Jazz), Nina Lanner und Lars Mager (Hip Hop) studieren mit den Gruppen ihre Choreographien ein. Normalerweise gehen die Meinungen über Modern Dance auseinander. Am Wochenende eroberten sie die Herzen der Zuschauer. Christa Becker, Karin Forkert, Claudia Pampuch und Karin Reinhard zeigten eindrucksvoll eine gewagte Choreographie. Sie tanzten im „Büro“ mit Stühlen, um, auf und unter Tischen.

 

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City-Ballett-Schule

Ina Cordes

Hauptstr. 64 (über TCHIBO)

77652 Offenburg

Tel. 0781/22266

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» Highlights

 

NUSSKNACKER (2011) :

 

Schülerinnen der City-Ballett-Schule tanzten mit dem Russischen Nationalballett.

 

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SCHWANENSEE (2011):

 

Schülerinnen der City-Ballett-Schule tanzten mit dem Russischen Nationalballett.

 

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DORNRÖSCHEN (2008):

 

Schülerinnen der City-Ballett-Schule tanzten mit dem Russischen Nationalballett.

 

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Sheketak (2009)

 

Schülerinnen der City-Ballett-Schule tanzten mit SHEKETAK.

 

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Unsere Tanzabende (2010).

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